Rechenzentrum ja – Gigantisches Gaskraftwerk im Wohnumfeld nein

Pressemeldung der CDU Maintal – 29.01.2026

Die CDU Fraktion in Maintal sieht die Notwendigkeit der Ansiedlung eines Rechenzentrums als Teil moderner digitaler Infrastruktur. In der derzeit diskutierten Form lehnt die CDU jedoch den Bau eines Gaskraftwerks in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten entschieden ab.

„Das zentrale Problem ist die fehlende Stromverfügbarkeit“, erklärt die CDU Maintal. Ein Gaskraftwerk kann dafür grundsätzlich eine Lösung sein – jedoch nicht an einem Standort, der Anwohnerinnen und Anwohner erheblichen zusätzlichen Umwelt- und Gesundheitsbelastungen aussetzt. Sinnvoller wäre ein Gaskraftwerk an einem geeigneten, weniger sensiblen Standort mit entsprechender Leitungsanbindung zum Rechenzentrum. Nach Auffassung der CDU verbleiben die Umweltbelastungen nahezu vollständig in Maintal, während mögliche Vorteile für die Stadt bislang nicht klar erkennbar sind. Insbesondere die in Aussicht gestellten Gewerbesteuereinnahmen sind aus Sicht der CDU keineswegs gesichert und mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

Kritisch sieht die CDU auch die aktuelle Informationslage zu den Umweltauswirkungen des Gesamtprojekts. Belastbare und transparente Aussagen zu Emissionen, Lärm, Verkehr und langfristigen Folgen für Mensch und Umwelt sind unzureichend belegt. Das vorgestellte Abwärmekonzept, das eine Nutzung der Fernwärme vorsieht, überzeugt ebenfalls nicht. Es ist nach derzeitiger Einschätzung technisch nicht schlüssig und wirtschaftlich kaum darstellbar. Die Kosten stehen in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger. „Der ursprüngliche Vertragsentwurf ist schlecht verhandelt und bringt Maintal nach aktuellem Stand keine klaren Vorteile“, so die CDU Maintal. Die Stadt dürfe nicht einseitig Kosten, Risiken übernehmen, ohne verbindliche Zusagen und messbare Mehrwerte zu erhalten. Die CDU Maintal fordert daher eine grundlegende Überarbeitung des Projekts, eine ehrliche Neubewertung der Standortfrage für das Gaskraftwerk sowie vollständige Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit. Nur so kann eine Entscheidung getroffen werden, die langfristig im Interesse der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger ist.

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